Was ist Schärfentiefe?

Die Schärfentiefe wird umgangssprachlich auch oft Tiefenschärfe genannt. Die Schärfentiefe definiert den Bereich des Bildes der scharf erscheint.

Mit tief meint man die Entfernung weg vom Objektiv. Die Schärfentiefe kann entweder gering oder groß sein.

Groß bedeutet dass ein weiter Bereich des Bildes scharf erscheint. Vordergrund wie Hintergrund.

Gering bedeutet dass ein kleiner Bereich des Bildes scharf erscheint. Entweder nur der Vordergrund oder nur der Hintergrund.

Steuerung der Schärfentiefe

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Steuerung der Schärfentiefe.

1. Die Brennweite: Je höher die Brennweite, d.h. je näher heran gezoomt wird, desto geringer wird die Schärfentiefe.

2. Die Blende: Je weiter die Blende geöffnet wird umso geringer wird die Tiefenschärfe.

große Schärfentiefe

große Schärfentiefe | geschlossenen Blende f/22

geringe Schärfentiefe

geringe Schärfentiefe | offene Blende f/1,8

Anwendung der Schärfentiefe

Mithilfe einer geringen Schärfentiefe lassen sich Objekte, wie oben die Pflanze, vom Hintergrund trennen.

Dieser Effekt wird beispielsweise häufig benutzt bei der Videoproduktion von Interviews. Damit kann die Person vom Hintergrund freigestellt werden und der Zuschauer konzentriert sich auf den Protagonisten.

Außerdem entsteht auf diese Art und Weise der sogenannte „Film-Look“. Der Zuschauer wird klar geführt und das Storytelling kann positiv beeinflusst werden.

Weitere Informationen

Für die Videoproduktion reichen meiner Meinung nach diese Information völlig aus. Wer sich aber mehr mit den physikalischen und mathematischen Eigenschaften der Schärfentiefe befassen will, dem empfehle ich dir diesen Wikipediaeintrag.

Aktualisiert am 29.04.2020

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