Künst­ler­so­zi­al­kasse Erfahrungen

Meine Künst­ler­so­zi­al­kasse Erfah­run­gen als Kame­ra­mann und Cutter.

In die­sem Arti­kel geht es um eine sehr schöne Sache für alle die, so wie ich, als Kame­ra­mann und Cut­ter selb­stän­dig sind, also als Künst­ler gelten:

Die Künst­ler­so­zi­al­kasse.

Dies ist keine Rechts­be­ra­tung oder ein Garant für die Auf­nahme bei der KSK, son­dern viel­mehr ein Erfah­rungs­be­richt als Mitglied.

Ich möchte Inter­es­sier­ten und Leu­ten die viel­leicht neu in die Selb­stän­dig­keit star­ten möch­ten einen klei­nen Ein­blick geben und erzäh­len wie dass so in den letz­ten Jah­ren bei mir mit der Künst­ler­so­zi­al­kasse funk­tio­niert hat.

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Was ist die Künstlersozialkasse?

Erst­mal kurz erklärt: Was ist die Künstlersozialkasse?

Nor­ma­ler­weise muss man sich ja als Selb­stän­di­ger sel­ber um die soziale Absi­che­rung küm­mern. Kon­kret geht es hier­bei um die Kranken‑, Pflege- und Ren­ten­ver­si­che­rung.

Dazu braucht es ein gewis­ses Maß an Selbst­dis­zi­plin und einen ste­ti­gen Umsatz, so dass man regel­mä­ßig in die pri­vate Alters­vor­sorge ein­zahlt. Alles Sachen wo sich im laufe der Zeit anschei­nend her­aus­ge­stellt hat dass es gerade Künst­lern schwer fällt dass zu bewerkstelligen.

Um das abzu­fe­dern wurde die Künst­ler­so­zi­al­kasse ins Leben gerufen.

Die KSK ist für das Mit­glied dann so ähn­lich wie der Arbeit­ge­ber für Ange­stellte. Wie der Arbeit­ge­ber zahlt näm­lich die KSK die Hälfte der Bei­träge der gesetz­li­chen Kranken‑, Pflege- und Ren­ten­ver­si­che­rung.

Wie hoch sind die Bei­träge der Künstlersozialkasse?

Die Höhe der Bei­träge rich­tet sich, genau wie beim ange­stell­ten Arbeit­neh­mer, nach dem Ein­kom­men. Ver­dient man viel, zahlt man mehr. Ver­dient man weni­ger, dann zahlt man auch weniger.

Um die Höhe der Bei­träge zu bestim­men gibt man sel­ber an wie viel man vor­aus­sicht­lich im kom­men­den Jahr ver­die­nen wird. Ich sel­ber benutze den von mei­ner Steu­er­be­ra­te­rin ermit­tel­ten Gewinn des Vor­jah­res als Anhalts­punkt. Je nach­dem ob ich bis­her, im Ver­gleich zum Vor­jahr, mehr oder weni­ger ver­dient habe, passe ich den Betrag dann unge­fähr an.

Die KSK sagt zwar dass sie die­sen Betrag stich­pro­ben­ar­tig kon­trol­liert. Ich sel­ber wurde aber noch nie kon­trol­liert und auch im Kol­le­gen­kreis habe ich von so einer Kon­trolle noch nie was gehört.

Aber aus mei­ner Sicht ist es sowieso nicht rat­sam das vor­aus­sicht­li­che Ein­kom­men zu gering anzu­ge­ben weil, ja, die monat­li­chen Bei­träge wären nied­ri­ger, aber dafür zahlt ja auch die KSK weni­ger in meine Ren­ten­ver­si­che­rung ein.

Wie auch immer ich hab mir das auch nie durch gerech­net oder so, ich bin ein­fach dank­bar dass es die Künst­ler­so­zi­al­kasse gibt und allein des­halb gebe ich meine Beträge immer kor­rekt an.

Wie kommt man in die Künstlersozialkasse?

Als erste und wich­tigste Grund­vor­aus­set­zung gilt, dass man eine künst­le­ri­sche Tätig­keit frei­be­ruf­lich aus­übt. Wel­che berufe dazu gehö­ren kann man auf der Web­seite der KSK nachlesen.

Auf jeden Fall Kame­ra­mann und Cut­ter sind mit dabei. Bei der Antrag­stel­lung gibt man dann den Bereich der künst­le­ri­schen Tätig­keit an. In mei­nem Fall ist das die dar­stel­lende Kunst als künstlerisch-technischer Mitarbeiter.

Wich­tig ist dass man seine Tätig­keit nicht wei­sungs­ge­bun­den aus­führt. Mal ange­nom­men du arbei­test für eine Video­pro­duk­ti­ons­firma und alles was du filmst oder schnei­dest wird dir vor­her genau­es­tens gesagt. Jeder Schwenk, jeder Schnitt, und so wei­ter. Dann ist das natür­lich keine künst­le­ri­sche Tätigkeit.

Die Art und weise wie man die Sachen filmt und zusam­men­schnei­det muss frei von einem sel­ber krea­tiv entstehen.

Aber da das bei den aller­meis­ten Pro­jek­ten sowie der Grund ist warum man einen Kame­ra­mann oder Cut­ter bucht ist das eigent­lich kein Problem.

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Wer bezahlt für die Künstlersozialkasse?

Zum einen kommt der Staat, also der Steu­er­zah­ler dafür auf zum ande­ren all die­je­nige die freie Künst­ler beauf­tra­gen. Also deine Kunden.

Die Künst­ler­so­zi­al­ab­gabe schwankt von Jahr zu Jahr ein biss­chen, jetzt im Moment im Jahr 2020 liegt der Satz bei 4,2 Prozent.

Also 4,2 Pro­zent von dei­ner Rech­nung, Netto ohne Mehr­wert­steuer, muss dein Kunde an die Küns­ler­so­zi­al­kasse bezahlen.

Wich­tig zu wis­sen: Dabei ist es voll­kom­men egal ob der Künst­ler selbst tat­säch­lich in der KSK Mit­glied ist, oder nicht. Bezah­len muss der Kunde immer.

Man muss übri­gens seine Kun­den nicht dar­über infor­mie­ren. Die Kun­den müs­sen mich ja auch nicht dar­über infor­mie­ren dass ich das Geld dass die sie mir bezah­len ver­steu­ern muss.

Den­noch scha­det es sicher nicht mit sei­nen Kun­den dar­über zu reden. Ich mach dass auf jeden Fall und den meis­ten Unter­neh­mern die regel­mä­ßig Künst­ler buchen ist sowieso klar.

So dass war’s, dass waren meine Erfah­run­gen mit der Künst­ler­so­zi­al­kasse, sollte noch was unklar sein, oder du wei­tere Fra­gen hast, dann stell sie bitte in den Kom­men­ta­ren. Ich freue mich wenn ich dir wei­ter­hel­fen kann.

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