DJI Mavic Air Test

Gerade bei einer klei­ne­ren Videoproduk­tion ist die DJI Mavic Air sehr praktisch.

Sie kann ein­fach im Ruck­sack mit­ge­nom­men wer­den und bei Bedarf wird sie raus geholt, auf­ge­klappt und es geht los.

Das die­ser große Vor­teil auch hier und da einen Haken haben könnte, habe ich mir vor dem Kauf schon gedacht. Aber erst jetzt, sechs Monate nach dem Kauf und nach zahl­rei­chen Pro­duk­tio­nen kann ich genau sagen in wel­chen Punk­ten Abstri­che zu machen sind.

In die­sem 4‑Minuten-Video habe ich alles kurz und knapp zusammengefasst!

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DJI Mavic Air Test

Die Bild­qua­li­tät bei 50fps

Ich mache meine Videos in Full HD mit fünf­zig Bil­dern pro Sekunde. Das habe ich auch vor dem Kauf  auf der Web­seite von DJI über­prüft. Da kann man sehen, dass bei 4k nur maxi­mal 30fps mög­lich sind. Da aber bei Full HD 50fps funk­tio­nie­ren, habe ich mich trotz­dem zum Kauf entschieden.
Was mir aber nicht klar war: Wenn man im Setup der Drohne 50fps ein­stellt, dann wird das Bild an den Rän­dern beschnitten.
Das bedeu­tet dass der Chip der Kamera, der von Haus aus win­zig ist, nicht voll­stän­dig benutzt wird son­dern nur ein Teil davon. Die Folge ist ein deut­lich sicht­bar unschär­fe­res Bild.
In der Pra­xis kann ich das Pro­blem gut umge­hen, in dem ich immer mit 4k 25fps auf­nehme. Dann in der Post­pro­duk­tion wer­den Bil­der mit dem Plug-In Twixtor inter­po­liert. Raus kommt dann ein flüs­si­ges 50fps Video.
Die­ser Vor­gang ist ziem­lich rechen­in­ten­siv, aber es funk­tio­niert sehr gut.

Die Reich­weite

Eine grö­ßere Ein­schrän­kung ist das Thema Reich­weite. Im Som­mer konnte ich in den Alpen mit einer DJI Mavic 2 Pro fil­men. Im Ver­gleich dazu zeigt die DJI Mavic Air sehr viel frü­her Inter­fe­ren­zen im Übertragungssignal.
In die­sem Video bei einer Videoproduk­tion für MAN erkennt man das sehr gut. Dar­auf zu sehen ist das Über­tra­gungs­si­gnal dass ich wäh­rend dem Fil­men bekom­men habe. Ich stehe auf der Brü­cke links im Bild, also nicht sehr weit weg. Der Truck kommt, ich fliege los und schon bald sind hef­tige Stö­run­gen zu sehen und das Bild friert ein. Ab da wird der Shot dann zur Glückssache.
In Foren vor­ge­schla­ge­nen Maß­nah­men haben nicht gehol­fen. So hatte ich das iPhone immer auf Flug­mo­dus um die Funk­si­gnale zwi­schen der Fern­steue­rung und der Drohne nicht zu stö­ren. Auch ein manu­el­les umstel­len der Fre­quenz auf 2,4 GHZ war nach mei­ner Erfah­rung bei einem Test mit der DJI Mavic Air ohne Erfolg.

Die Kom­pass­ka­li­brie­rung

Gerade wenn am Set etwas Zeit­druck herrscht ist die stän­dige Kom­pass­ka­li­brie­rung eine echte Gedulds­probe. Ohne erkenn­ba­res Mus­ter muss man manch­mal gar nicht, und manch­mal mehr­mals am Tag den Kom­pass der Drohne kalibrieren.
Die Kali­brie­rung selbst kann dann sofort funk­tio­nie­ren oder auch erst nach meh­re­ren Ver­su­chen und manch­mal erst nach einem Neu­start der Drohne.
Das macht die Drohne völ­lig unbrauch­bar wenn etwas gefilmt wer­den soll und man hat dafür nur eine Chance. Zum Bei­spiel ein Ziel­ein­lauf bei einem Sportevent.
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Die Geschwin­dig­keit

Wegen der kom­pak­ten Bau­art der DJI Mavic Air ist die Geschwin­dig­keit im Ver­gleich zu grö­ße­ren Dro­hen deut­lich limitiert.
Mei­ner Erfah­rung nach ist es zwar auch mög­lich im Sport-Modus zu flie­gen aber da muss man viel Erfah­rung und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl haben um schöne Auf­nah­men zu bekommen.
Je höher die Geschwin­dig­keit beim seit­li­chen flie­gen um so schrä­ger wird die Drohne. Der Gim­bal kann aber nur bis zu einem gewis­sen Punkt aus­glei­chen. Wird die­ser Punkt über­schrit­ten wird das Bild schief und der Shot unbrauchbar.

DJI Mavic Air Test: Fazit

Ich bereue den Kauf der DJI Mavic Air für meine Video­pro­duk­tio­nen trotz der Nach­teile nicht.
Denn gerade wenn man alleine unter­wegs ist, ist die kleine Bau­art der Drohne ein­fach unschlagbar.
Und sollte doch mal eine Anfrage expli­zit für Auf­nah­men mit einer Drohne rein­kom­men die nicht mir der DJI Mavic Air mach­bar sind, dann leihe ich mir eine geeig­ne­tere Drohne oder buche einen Drohnen-Profi.
Aber in den aller­meis­ten Fäl­len sind die Dreh­be­din­gun­gen bei mei­nen Video­pro­duk­tio­nen so, dass auch mit der klei­nen DJI MAvic Air her­vor­ra­gende Auf­nah­men gemacht wer­den kön­nen. Zum Bei­spiel in die­sem Video vom Auer­berg Klas­sik | Hill Racing.

DJI Mavic Air Test: Pro- und Contra-Liste

Pro:

  • kleine Bau­art
  • ist immer im Ruck­sack mit dabei
  • gute Bild­qua­li­tät in 4k
  • fällt nicht stö­rend auf

Con­tra:

  • schlechte Bild­qua­li­tät bei 50fps
  • geringe Reich­weite
  • häu­fige Kompasskalibrierung
  • geringe Geschwin­dig­keit
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